In Aktien investieren ist ganz klar die Königsdisziplin, wenn es um das Thema Vermögensaufbau geht. Das Wort Königsdisziplin sagt schon vieles aus was den Charakter eines erfolgreichen Investors ausmacht und setzt sich aus den Worten „der König“ und „die Disziplin“ zusammen. Ein guter König muss die Verantwortung über sein Reich und die darin lebenden „Untertanen“ übernehmen er muss diszipliniert sein und seine persönlichen Emotionen dürfen Ihm in seinen Entscheidungen niemals im Weg sein oder negativ beeinflussen. Beim Trading das Reich sein Konto, seine Untertanen ist sein Geld und ohne Disziplin wird er schlechte, von Emotionen getriebene Entscheidungen treffen die weder seinem Volk, Reich (Geld, Konto) noch Ihm selbst auf lange Sicht Gutes tun wird. Er muss sich an Regeln halten, weiße sein und stets seine Ratio für sich sprechen lassen. Nur weil vielleicht mal ein König eines Nachbarreichs eine falsche Bemerkung gemacht hat darf er nicht gleich voller Emotionen das Kriegsbeil ausgraben. Sein Volk würde darunter leiden. Ein Investor darf sich niemals dazu verleiten lassen mit seinen paaren Moneten auf dem Konto in den Krieg zu ziehen, gegen den Markt zu kämpfen, auf sein persönliches Recht zu beharren, sein EGO zu verteidigen und füttern. All diese Unterfangen sind auf kurz oder lang dem Untergang seines Kontos gewidmet (Reich des Königs). Diese Art von Mindset (die Denkweise) hat nichts an der Börse verloren. Es ist die Denke eines Verlierers, des absoluten „Losers“. Die Frage: „Wer hat Recht“, stellt sich an der Börse überhaupt erst gar nicht, denn der Markt hat immer Recht! Das haben viele Neulinge und sogenannte Freizeit- oder Hobby Investoren und Investor leider oftmals nicht zur Gänze verstanden.

An diesem Phänomen könnten auch teilweise unsere Mainstream Medien beteiligt sein, da es dort doch 24 Stunden am Tag immer nur um sogenannte Analysten Meinungen geht. Dort wird pausenlos diskutiert wohin jener Markt oder dieser Preis den als nächstes hinlaufen wird. Welche Aktie angeblich unter- und welche angeblich überbewertet sei und dass es doch im Grunde nie verkehrt sei gewisse Aktien zu kaufen und auf ewig zu halten denn Aktien steigen einfach immer, sie sind die letzten 50 Jahre immer gestiegen und werden das zufolge auch noch die nächsten 50 Jahre so weiter tun. Wissen tut aber niemand etwas und gar nicht was in 20, 30 oder 40 Jahren im Markt passieren wird. Nur weil sogenannte Blue Chip Werte (Aktien, Anteile an Unternehmen die in der Regel hohen substanziellen, physischen Wert haben und im DAX30 aufgenommen sind) in den letzten Jahrzenten tendenziell immer im Wert gestiegen sind kann man nicht mit Bestimmtheit darauf schließen das dies in den nächsten 30 Jahren auch so sein wird. Fast die komplette Altersvorsorge beruht auf diesem Konzept. Was steckt denn hinter der Riesterrente und ähnliche Zusatzrenten? Na, langfristige Investments in Aktienfonds in der Regel. Wenn man den Vertrag mal etwas genauer durchliest kann das jeder für sich selbst feststellen. Nur stellt sich gleichzeitig die Frage ob dieser Art von „buy & hold“ Strategie, also kaufen und halten bis man alt ist, auch noch in Zukunft die beste oder einzige Lösung sein wird.

Der Kapitalmarkt hat sich allein in den letzten 10 Jahren so dermaßen stark verändert das sich jeder seine Gedanken machen sollte ob es nicht sinnvoll ist möglichst viel Eigenverantwortung beim Vermögensaufbau zu übernehmen. Heute kann jeder, wirklich jeder mit 2000,- Euro ein kostenloses Online Depot eröffnen und völlig eigenverantwortlich Vermögensaufbau betreiben. Aktienkäufe sind mit Gebühren ab 50 Cent möglich. Google und Youtube bieten als Plattform unzählige und teilweise auch kostenlose Fortbildungsmöglichkeiten was das Thema aktive und moderne Geldanlage betrifft.

Geht man heute zu einem Bankberater und stellt diesen eine konkrete Frage zu einem bestimmten Thema z.B. Vermögensaufbau mit Immobilien, Aktien oder Edelmetallen so stellt man fest das dieser nur darauf fokussierten Produkte anzubieten die er in der Schublade hat oder des Öfteren selber die Antwort erstmal in Google nachsieht um sich der Richtigkeit und Aktualität seiner Antwort zu vergewissern. Also warum nicht gleich selber den nächsten Schritt gehen und sich soweit via Medium Internet ausbilden, das man seine eigenen Entscheidungen treffen kann?